Petr Bradatsch
Das Ziel
"Mit 50 segle ich um die Welt." Schöne Vorstellung, solange man
Mitte dreißig und der Termin noch weit weg ist. Beschäftigt mit Beruf
und Familie, eingebettet in all die Strukturen nimmt solche Sprüche
kaum einer ernst. Ich habe sie selbst nicht immer geglaubt.
Der Werdegang
Als Student ein 2-Mann-Softwarehaus gegründet, 14 Jahre aufgebaut und geführt, 1998 verkauft.
Eine erfolgreiche Internetfirma mit aufgebaut, anschließend ein mittelständisches Softwarehaus saniert.
Inzwischen 50 Jahre alt, geschieden, die Kinder selbstständig.
Der Entschluss
"Wenn nicht jetzt, wann dann?" fragte ich mich mit 49 Jahren, die fünfzig in Sicht.
Nach fast einem Jahr Planung verabschiedete ich mich also an meinem 50-sten Geburtstag von
meinen Freunden und startete die Weltumseglung
Noch immer sind einige Fragen unbeantwortet: Was passiert, wenn ich meinen Traum verwirkliche?
Ist das nicht vielleicht das Schlimmste, was mir im Leben passieren kann?
Oder gehen sie mir nie aus, die Träume? Wie wird mich die Reise verändern?
Bin ich dann noch resozialisierbar, kann ich dann ins „normale“ (was ist das eigentlich) Leben zurück?
Stürme, Piraten, Krankheiten, Pannen, Finanznöte, Vereinsamung, Pest und Cholera wurden mir prophezeit.
Hybris musste ich dann doch bei Wikipedia nachschlagen ("… Selbstüberhebung, die sich, … rächen muss").
Na dann! Je mehr Bedenken ich hörte, umso mehr Lust bekam ich auf die Reise, desto schneller rückte der
Entschluss näher.
Viele haben bereits die Welt umsegelt. Einhand, als Paar oder mit Crew.
Wo ist, mit all der Technik an Bord heute noch das Abenteuer, fragen andere (vom Sofa).
Nun, ich habe es noch nicht getan.
Für mich ist es bislang das größte Abenteuer meines
Lebens...
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